[S] Nur ein Seminar im Semester…

…oder auch: Natürlich nicht!

Mein Stundenplan ist sicher nicht so voll wie der von manch anderen und ich bin nicht einmal jeden Tag von 8-18 Uhr in der Uni, aber auch ich lasse mich dort hin und wieder sehen! Bereits in der Schule war es so, dass Lehrer der Meinung waren, das eigene Fach sei das Wichtigste, was einen natürlich dazu berechtigte, Massen an Hausaufgaben aufzugeben, denn die anderen Fächer zählen ja nicht. Mittlerweile studiere ich selbst Lehramt und ich kann sehr gut nachvollziehen, warum Lehrer die eigenen Fächer als die Wichtigsten sehen – das werde ich sicher auch, sonst hätte ich sie nicht studiert. Vielleicht nicht als die Wichtigsten, aber als die Interessantesten und die Vielfältigsten. Was ich mir aber hier und jetzt hinter die Ohren schreiben werde, ist, dass auch wenn das meine Meinung ist, ich den armen Kindern (in Fachsprache auch SuS) durch die Anforderungen in den Kursen oder durch Hausaufgaben a) nicht den Spaß an dem Fach verderben werde und b) nicht der Lehrer sein will, über den alle sagen: Oh man, die denkt auch, wir hätten nur Englisch. Warum das Thema ist? Weil es nach der Schule nicht aufhört.

Es ist Dienstag und ich sitze in meinem Englisch Kurs, der einer meiner letzten sein wird. Es ist die Einführungsveranstaltung und wir sind 60 Studenten aus dem Anglisten und dem Romanisten Fachbereich, weil das Seminar übergreifend stattfindet. Es geht um Esskulturen in Frankreich und Großbritannien, was mich sehr interessiert und es ist von vornherein bekannt, dass es einen Reader geben wird, der sowohl Text auf Englisch als auch auf Französisch enthält. Was allerdings nicht bekannt ist, sind die Anforderungen, die es benötigt, um diesen Kurs zu bestehen. Die Dozenten fangen an zu erzählen, alles ist prima, ich höre angeregt zu – noch, denn es ist ja auch die erste Sitzung, da ist man noch motiviert. Plötzlich fällt das Wort „Schein“ und alle Blicke sind nach vorne gerichtet. Was man benötigt um einen Schein normalerweise in einem Seminar zu bekommen? Nun, das kommt darauf an, welche Art von Prüfung abgelegt werden soll – Teilnahmenachweis oder Modulprüfung! Bei einem TN werden normalerweise eine 3-seitige Reflexion des Seminars, ein kurzes Referat o.ä. erwartet, für eine MP das Gleiche und zusätzlich eine 12-15-seitige Hausarbeit. Nicht so hier!

Es erwarten uns zunächst ein Reader (auf Englisch und Französisch wohlgemerkt) und bei den ersten zaghaften Meldungen der Anglisten, die entsetzt fragen, ob es die Texte auch auf Englisch gibt (was absolut berechtigt ist, denn mal ehrlich: wer, der nicht Französisch studiert hat, kann wissenschaftliche Texte auf Französisch lesen – manchmal können selbst die das nicht), gibt es folgende Antwort: „Nunja, theoretisch gibt es die Texte auch auf Englisch, aber um damit erfolgreich im Seminar zu arbeiten, wäre es schon von Vorteil, alles im Original zu lesen.“ Tenor ist klar. Wer auf Englisch liest, kann gehen. Hätte ich französische Texte lesen wollen, hätte ich Französisch gewählt, aber nun gut. Die zweite Botschaft, die uns übermittelt wird, ist, dass es neben dem zweisprachigen Reader auch fünf Romane geben wird, die selbstverständlich gelesen werden müssen. In welcher Sprache? Oh, drei davon natürlich auf Französisch. Über drei der Bücher werden dann drei unangekündigte Tests geschrieben, die für den TN entscheidend sind. Zusätzlich soll bitte ein Referat gehalten werden. Wer dann noch eine MP möchte, schreibt bitte 15-20 Seiten, aber machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie einige Sprechstunden vorher zu uns kommen und alles abklären. What?

Ich frage mich, ob das eigentlich das normale Pensum ist und wir Lehrämter einfach zu verhätschelt sind, oder ob die Dozenten sich somit vor dem Lesen von Hausarbeiten drücken möchten. Das werden sie bei mir vermutlich schaffen, wenn ich die Arbeit in einem anderen Seminar schreiben kann. Sollte ich dies nicht können, werde ich wohl oder übel schnell mein Französisch auf C2 Niveau aufpolieren, aber das wird ja kein Problem sein. Griechisch habe ich ja auch bestanden…

Au revoir,
une étudiante d’anglais (oder halt irgendwie so).

[K] wie Kurry…

…oder auch: Indisch, Thai, Vietnamesisch – keine Ahnung!

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Curryrichtungen? Ich habe nicht so viel Ahnung, wollte aber unbedingt einmal selber Curry machen. Der erste Schritt – natürlich chefkoch.de. Hat das geholfen? Nein! So ziemlich alle Rezepte bestanden aus Trilliarden von Zutaten, die man nicht mal eben im Schrank hatte und das war dann etwas zu viel des Guten. Ich war dann doch etwas motiviert wenigstens Currypaste kaufen zu gehen, aber für 4,50€? Wieso ist das so teuer? Ich habe meiner Kreativität dann einfach freien Lauf gelassen und ein recht simples, einfaches aber trotzdem sehr leckeres Curry kreiert, das sehr variabel ist. Ich werde in Zukunft diese Variabilität auch ausnutzen und nur die Basis nehmen und das Ganze dann verändern, bei Curry hat man so viel Auswahl!

Zutaten (für ungefähr 3-4 Portionen)
1 Tasse Basmatireis
400ml Kokosmilch (1 Dose)
1 Paprika
5 sehr kleine Karöttchen
1 rote Zwiebel
2 Hühnchenbruststücke
Currypulver
Salz, Pfeffer
Zitronensaft

Anmerkung: Alle Mengenangaben vom Gemüse und dem Hähnchen sind nach Geschmack variabel! Es kann auch noch Zucchini verwendet werden, Zuckerschoten, oder, oder, oder.

Bevor ich anfange zu kochen, lege ich mir meist alles bereit und schneide auch alles klein, damit es nachher schneller geht. Ich habe also zuerst das Fleisch in kleine Stücke geschnitten und danach die Zwiebel, die Paprika und die geschälten Karotten. Danach habe ich den Basmatireis mit Wasser und etwas Salz im Verhältnis 2:1 (2 Tassen Wasser, 1 Tasse Reis) in den Topf gegeben und aufkochen lassen. Währenddessen wurden die Zwiebeln und das Fleisch in einem Wok angebraten, bis das Fleisch außen ganz leicht braun war. Danach die Hitze auf mittlere Stufe verringern und die Karotten hinzugeben. Je nachdem wie hart/weich man die Karotten möchte, müssen sie entsprechend länger gekocht werden. Wenn der Basmatireis einmal aufgekocht ist, auf kleine Stufe (2-3) stellen und so lange köcheln lassen, bis er das Wasser aufgesogen hat. Den Wok nimmt man dann vom Herd und fügt 2 TL Currypulver sowie Salz und Pfeffer hinzu. Dies macht man, damit das Pulver nicht verbrennt. Alles gut umrühren und wieder auf die Platte stellen. Dann kann die Kokosmilch hinzugegeben werden – wer zum ersten Mal mit Kokosmilch arbeitet: es ist normal, wenn sie nicht die Konsistenz von Milch hat! Es ist eher wie Kokosfett, schmilzt aber in der Pfanne sehr schnell. Sobald die Kokosmilch in der Pfanne ist, färbt diese sich aufgrund des Currypulvers schön gelb. Das Ganze etwas aufkochen lassen und die Paprika sowie einen Schuss Zitronensaft hinzugeben. Dann muss es nur noch abgeschmeckt werden und das Curry ist fertig!

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(Gut, dass das Bild nicht unscharf ist…)

Guten Appetit,
die Curryfee.

[L]Die Harry Potter Fotoserie…

…oder auch: Hier die versprochenen (besseren) Bilder von der Arbeit meiner verrückten Freundinnen, mit der alles angefangen hat.

 

Euli
Das ist Euli. Euli hat mir netterweise das ganze Paket gebracht.

Letter
Der Brief von außen, mit wirklich dickem und schwerem Papier und einem coolen selbstgemachten (!) Siegel.

Platform
Meine Fahrkarte. Wie sollte ich sonst nach Hogwarts kommen?

Invitation
Der selbstgeschriebene Brief mit Unterschrift von McGonagall persönlich. 😉 Wie kann man denn bitte so schreiben?

List
Darf natürlich auch nicht fehlen: die Besorgungsliste!

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Die kleine Karte des Rumtreibers, die sich öffnen lässt,…

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…was dann so aussieht.

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Und zum Schluss noch die große Karte des Rumtreibers.

Ja, es ist alles selbst gemacht, gestaltet und gemalt. Manche Menschen haben so etwas in die Wiege gelegt bekommen und durch viel Übung perfektioniert, andere haben eben andere Talente! Ich bin wahnsinnig froh, dass meine Freundin da auch so viel Spaß dran hat und wir zusammen planen gerade etwas sehr sehr cooles, was dann auch hier auf dem Blog zu sehen sein wird, sofern es zustande kommt.

Bis bald,
die Hogwartsschülerin.

[K] wie Kupkakes…

…oder auch: Ich habe tierischen Zuwachs bekommen!

Wie ihr nicht wisst, aber ab gleich wisst, habe ich zwei Hütehunde, die aktuell nicht ihrer eigentlichen Beschäftigung nachgehen, sondern lieber das tun, was sie lieben: schlafen und essen. Ich war ein einziges Mal mit meinem Hund an Schafen, habe das aber sehr schnell aufgegeben, weil er Angst vor den Schafen hatte und sich auf den Stuhl gesetzt hat, der in der Nähe stand. Ich dachte aber, ich gebe dem Ganzen noch einmal eine zweite Chance und habe gestern diese süßen Schafcupcakes gebacken, die ganz automatisch auch mit dem passenden Grundstück kommen. Wie praktisch!

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Sind die nicht cool?

Meine Cousine war gestern zu Besuch und welches Kind backt nicht gerne? Oder anders gesagt: welches Kind lässt sich die Gelegenheit entgehen, den Teig zu essen? Wir wollten Cupcakes backen, die zum Thema Frühling passten und sind auf diese kleinen Dinger gestoßen. Wie in allen Rezepten immer gesagt wird, hat man auf jeden Fall (!) immer alle Zutaten zuhause, aber nein, hat man nicht. Das Rezept klang ziemlich kompliziert, bis wir auf die Idee kamen, den Teig und das Frosting zu verändern und nur die Schafsidee beizubehalten. Vorneweg: sie schmecken wirklich gut! Wer nun also seinen Hunden, seinen Kindern oder seinen Nachbarn, die gerne Schafe hätten eine Freude machen möchte, für den kommt jetzt das Rezept:

Zutaten für den Teig:
(Für 12 Cupcakes, bei denen auch wirklich nur 12 rauskommen! Der Teig war leer, das Frosting nicht ganz, aber das kann man noch auslöffeln, viel war nicht mehr da!)
3 Eier
120g Zucker
150g Butter
60g Schmand
220g Mehl
2 TL Backpulver
eine Prise (oder wie meine Cousine sagt: Brise) Salz
geriebene Schale einer Zitrone, die nicht mit Pestiziden voll sein sollte

Um den Teig herzustellen, werden zunächst die Eier getrennt. Das Eigelb kann dabei schon in die Rührschüssel, in der nachher alles verrührt wird, das Eiweiß sollte in einer extra Schüssel mit der Prise Salz steif geschlagen werden. Zu dem steifen Eiweiß werden dann 100g des Zuckers hinzugegeben und untergemixt und danach die Zitronenschale dazugerieben.
Das Eigelb wird dann mit der Butter und dem restlichen Zucker (20g) so lange vermixt, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Dann kommt der Schmand hinzu, sowie das Mehl und das Backpulver. Zuletzt wird die Eiweißmischung zu der Teigmischung hinzugegeben und alles wird gut verrührt, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen und den Teig in 12 Muffinförmchen verteilen. Während das Ganze für ca. 20-25 Minuten aufbackt (je nach Ofen unterschiedlich), kann das Frosting vorbereitet werden.

Zutaten für das Frosting:
330g Schmand
100g Puderzucker
120g Butter
Saft der Zitrone

Eigentlich einfach alles zusammen in eine Schüssel werfen und vermixen, aber da das ja ein tolles Rezept werden soll, hier etwas genauer: Da meine Butter nicht super weich war, habe ich diese erst einmal mit dem Handmixer etwas bearbeitet, bis sie cremig war und sich nicht mehr gewehrt hat. Danach hatte ich die ehrenvolle Aufgabe 100g Puderzucker durch ein Sieb zu sieben, das einen Teelöffel (!) Puderzucker aufgenommen hat. Nach dem ersten Teelöffel wurde mir das zu blöd und ich habe den Puderzucker einfach zur Butter hinzugegeben, ohne zu sieben, wer mag, kann aber gerne sieben. Danach noch den Schmand dazurühren und die Zitrone reinpressen – je nach Geschmack hier etwas mehr oder weniger dazugeben. Anschließend habe ich das Ganze, weil es schnell gehen musste für gut 15-20 Minuten in die Tiefkühltruhe gestellt und danach in den Kühlschrank, damit alles etwas fester wird.

Zutaten für die Dekoration:
Mini(!)marshmallows (wir haben 4 Supermärkte dafür durchsucht – es gibt sie im Edeka!)
Marzipanrohmasse
Lebensmittelfarbe
Zahnstocher
Streusel

Nachdem die Cupcakes abgekühlt sind, was nach Rezept angeblich 3 Stunden dauern sollte, wir haben ihnen 45 Minuten gegeben, haben wir das Frosting auf die Cupcakes gegeben. Dieses haben wir mit einem Spritzbeutel gemacht und wer noch nie damit gearbeitet hat, für den ist das das perfekte Rezept! Meine Cousine und ich hatten uns dazu entschieden 6 Schafe und 6 Wiesen zu machen, weshalb nur das Frosting der Wiesen ordentlich werden musste – die Schafe würden ja sowieso von den Marshmallows bedeckt werden. Man kann also ein bisschen üben, aber es ist nicht sonderlich schwer, das Frosting ordentlich aufzutragen. Für die Wiesen haben wir dann einfach grüne Streusel auf das Frosting oben drauf gegeben.
Bei den Schafen sollte man zunächst die Köpfe machen. Dazu formt man aus einem Teil der Marzipanrohmasse eine kleine Kugel und drückt diese leicht ein, sodass eine birnenartige schafsköpfige Form entsteht. Mit dem Zahnstocher ritzt man zwei Nasenlöcher in den breiteren Teil des Kopfes und die Lebensmittelfarbe sorgt für die Augen. Aus weiteren Teilen des Marzipans werden dann Ohren geformt, die an die Dellen des Kopfes gepresst werden und fertig ist der Kopf! Diesen einfach an das Frosting andrücken, dann die Marshmallows als Schafswolle aufdrücken und fertig sind die Zitronenschafscupcakes!

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(Ich hoffe, man kann hier die Kopfform und die Nasenlöcher etwas erkennen…)

Wie immer: wer nachbackt, bitte Bescheid geben, wie es war, aber das Grundrezept für Teig und Frosting lässt sich natürlich nach Belieben ersetzen. Es können bestimmt auch schwarze Schafe gemacht werden, indem dann ein Schokoladenteig hergestellt wird und die Marshmallows in Kuvertüre getunkt werden, aber dafür hatten wir nicht genug Zeit!

Bis dann,
die Backfee.

[F] Ein Sportupdate…

…oder auch: die Überlegung, eine Sportroutine aufzuschreiben.

Nein, natürlich schreibe ich keine Sportroutine auf, obwohl ich tatsächlich in der letzten Zeit sehr regelmäßig immer das Gleiche gemacht habe. Ich gehe 2-3 Mal die Woche reiten, alle 2 Wochen drei Mal, regelmäßig zwei Mal, mache mindestens jeden zweiten Tag Yoga, egal ob ich reiten war oder nicht, spiele einmal die Woche Squash und gehe zwei Mal laufen. Meistens auch alles an den gleichen Tagen. Ob ich schon aussehe wie ein Victoria’s Secret Model? Sicher nicht. Sport lässt mich einfach abschalten, laufen gehen ist immer eine riesige Überwindung, aber am Ende bin ich immer stolz so gut durchgehalten zu haben! Außerdem mag ich es besonders, wenn es draußen klirrend kalt ist, die Sonne scheint und man sich danach mit einem Tee aufwärmen kann!

Squash mache ich brav einmal die Woche, was mir auch wirklich sehr viel Spaß macht. Squash ist schnell, fordernd, es macht einen richtig kaputt und es wird nie langweilig. Ich empfinde Squash auch als eine Sportart, bei der man nicht so viele Vorkenntnisse braucht und trotzdem sofort anfangen kann und bei der man schnell Fortschritte sehen kann. Wenn jemand also überhaupt keinen Sport betreibt und keine Lust hat wie beim Ballet zum Beispiel von Null anzufangen und erst einmal jahrelang vorbereitende Übungen zu machen, bevor man etwas machen kann, sondern einfach direkt loslegen will, der ist bei Squash richtig. Natürlich schadet es nie, wenn man schonmal einen Schläger in der Hand hatte und weiß wie man auf einen Ball haut, aber grundsätzlich kann man es immer ausprobieren. Zudem merkt man recht schnell Fortschritte – aber man merkt auch sofort, wenn man es länger nicht gemacht hat…man braucht eigentlich nur einen Squashschläger, NEIN keinen Tennisschläger, das sind zwei verschiedene paar Schuhe (Schuhe? Schläger?). Apropos Schuhe, man braucht auch gescheite Schuhe. Stabile Schuhe, die einem gleichzeitig Flexibilität bieten. Das geht nicht? Muss aber, sonst wird es schwierig. Dadurch, dass man beim squashen sich schnell bewegt, sehr abrupte Bewegungen macht (was natürlich gar nicht auf die Knie geht, nein) und sich auch drehen und was-weiß-ich-nochen muss, braucht man einen Schuh, mit dem man nicht sofort umknickt (*hust* Nike Free *hust*), der einen aber auch nicht festnagelt, sodass man nur geradeaus laufen kann. Ich habe Nike Air Pegasus Zoom 32 – keine Ahnung, ob die so heißen, wahrscheinlich nicht, aber irgendeine Kombi aus den Wörtern ist es.

Zum Reiten: Nein, das ist kein Sport, bei dem man direkt loslegen kann, hier muss man erstmal von klein anfangen und es dauert recht lange, bis man nicht mehr nur in der Gegend rumdümpelt, sondern eben richtig reitet. Trotzdem bin ich gerade in letzter Zeit hoch motiviert, ich mache im Juli mein RA 4, mit dem ich eine Leistungsklasse höher au Turnieren starten kann (bis L Dressur) und meine Reitbeteiligung und ich haben gerade einfach einen ride. Ja, ich habe ride gesagt und nicht Lauf, das war extra. Wen es interessiert: manchmal macht es schon viel aus, die Steigbügel ein Loch länger zu machen, das war bei mir der Fall. Ich komme viel besser zum Sitzen und zum Schwingen, meine Beine sind freier und liegen noch ruhiger an. Lediglich mein rechter Fuß nervt mich. Dadurch, dass ich extrem lockere Gelenke habe, wackelt der immer hin und her, so als könnte ich ihn nicht ruhig halten aber ich KANN ihn wirklich nicht ruhig halten. Nicht weil ich zu doof bin, sondern weil es anatomisch einfach nicht möglich ist. Meine Reitlehrerin sagte heute so schön: Bei dir ist alles ruhig, wenn man von oben bis unten guckt und dann kommt dein Fuß. Der ist am Ausflippen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich dieses Problem lösen soll, aber egal.

Letztes Thema, Yoga (Laufen thematisiere ich in einem eigenen Beitrag): Ich habe Yoga für mich entdeckt. Meine Mutter macht das schon eine ganze Weile und ist der festen Überzeugung, es sei sehr anstrengend (genauso wie ihr Golf), aber ich mache es mehr zur Entspannung und zur Flexibilität. Und gegen meine Rückenschmerzen, die immer schlimmer werden. (Da reitet man schon und hat trotzdem noch Rückenschmerzen!) Ich habe mir eine App heruntergeladen und versuche jetzt jeden Abend einen Kurs daraus zu machen. Es gibt drei verschiedene Level, Beginner, Intermediate und Advanced (ich bin natürlich Beginner), unterschiedliche Zeitstufen (15, 30, 60 Minuten) und unterschiedliche Schwerpunkte (Flexibility, Strength, Combination, Relaxation). Je nachdem wie ich drauf bin, mache ich immer etwas anderes und dadurch, dass es so viele unterschiedliche Kurse gibt, wird einem auch nie langweilig. Beim Beginner Level hält man die einzelnen Posen noch nicht so lange, was teilweise ganz gut ist, weil diese Posen, wo Blut in meinen Kopf fließt, nicht so angenehm sind. Ich bin irgendwie ein bisschen kaputt fällt mir auf. Am Liebsten mache ich Flexibility, danach fühlt man sich wie ein Wackelpudding, bei Relaxation schlafe ich manchmal ein…

So ich bin off to Beginner, 30 Minuten Flexibility,
bis dahin,
die Sporttante.

[S] Finally Semesterferien…

…oder auch: warum vorlesungsfreie Zeit besser zutrifft.

Ich gehöre zu der Art von Studenten, die gerne schnell fertig sein möchte? Warum? Weil ich mich auf meine Arbeit freue und diese ständigen Hausarbeiten wahnsinnig lästig sind. Was mir am Studieren sehr gut gefällt, sind natürlich die langen Semesterferien, die aber für mich dieses Mal eher vorlesungsfreie Zeit waren.

Durch mein Schulpraktikum, das direkt im Anschluss an das Semester stattfand, gingen schon einmal einige Wochen verloren. Dann steht bei mir jetzt noch die Griechischprüfung, bzw. die Klausur und die mündliche Prüfung an und ich muss noch drei Hausarbeiten schreiben und das alles, bis das Semester wieder anfängt. Vielleicht erinnert sich jemand – eigentlich war mein Plan schön nach dem Praktikum nach Island zu fliegen und ein bisschen zu entspanne, aber nix da. Ich kann froh sein, wenn ich überhaupt wegkomme und wenn nicht: ich werde vermutlich nicht sterben, wenn ich mal nicht rauskomme. Zwei von den drei Hausarbeiten müssten recht schnell gehen, aber eine macht mir etwas Sorgen, ich hoffe mal, dass mir die nicht allzu viel Zeit rauben wird!

Studiumstechnisch steht mein neuer Stundenplan bereits, drei Tage die Woche Uni und Mittwochs ja immer mein TVH-Vertrag an der Grundschule, das ist in Ordnung. Immerhin bin ich mit dem Pädagogikzeugs durch und muss nur noch meine Fächer studieren, nach dem 7. Semester (das jetzt ist schon mein 6.!) möchte ich scheinfrei sein, um dann das 8. Semester zu nutzen und die Examensarbeit zu schreiben, sowie für die mündlichen Prüfungen zu lernen. So langsam müsste ich mal auf Prüfersuche gehen, in Reli ist das bei uns kein Thema, weil wir sowieso so wenige Studenten sind, aber besonders in Erziehungswissenschaften/Pädagogik/Soziologie wird das nicht einfach. Mein größtes Problem: ich habe bisher noch nicht einen Dozenten gehabt, der auch prüft. Super?! Ich lese immer von irgendwelchen Dozenten auf Facebook, die auch prüfen und die totaaaal toll sein sollen, aber leider nur Leute annehmen, die schon einmal ein Seminar bei ihnen besucht haben und ich denke dann immer – und ich? Ich werde mich schon irgendwie durchschlagen, so wie immer.

Ich denke, dass mir Reli im nächsten Semester viel Freude machen wird, ich habe einige schöne Seminare, auf die ich mich sehr freue und auch ein ethisches Seminar mit dabei, das sicher interessant wird. In Englisch bin ich mit der Fachdidaktik durch, jetzt kommen die Wissenschaften – Literatur, Kultur und Sprache. Ich denke, dass es da einfach wahnsinnig auf den Dozenten ankommt. Man kann sich das für einen selbst interessanteste Thema der Welt aussuchen, aber wenn der Dozent nicht stimmt, bringt alles nichts. Im Gegenzug können für mich uninteressante Themen durchaus interessant werden, wenn der Dozent Spaß hat und es spannend vermittelt – ich bin sehr gespannt, was da so auf mich zukommt. Bezüglich des TVH-Vertrages werde ich nach den Ferien mit allen Klassen ein neues Thema anfangen. Wir haben jetzt etwas zu Ostern gebastelt und es sind wahnsinnig tolle Ergebnisse herausgekommen, bei Bedarf kann ich die gerne mal zeigen! In Englisch wird das Thema „Clothes“ anstehen, da kann man auch viele schöne Spiele spielen. Ich hoffe, dass das nächste Semester nicht allzu viele Hausarbeiten mit sich bringt und ich hoffe, dass meine Kommilitonen wieder genug Schreibstoff bieten!

Bis dahin,
die Studentin.

[L] After all this time…?

…oder auch: I’ve got a confession to make.

Ja, ich habe eine leichte Sucht. Nein, sie schadet mir nicht  körperlich – wobei, weiß man das? – es ist einfach nur eine Büchersucht. Hauptsächlich einer bestimmten Reihe. Harry Potter. Jetzt mögen sich einige fragen: Harry Potter? Wieso Harry Potter? Die möchte ich bitte gleich bitten, diesen Blog zu verlassen! 😉 Spaß beiseite, wieso Harry Potter? Keine Ahnung. Ich bin damit aufgewachsen, ich habe die magische Welt als kleines Kind besucht und bin mit ihr aufgewachsen. Ich habe die Bücher auf Englisch verschlungen, ich konnte es kaum abwarten, bis das nächste Buch herauskam und als dann die Filme kamen, war das natürlich umso besser. Es war alles so echt und ich habe immer auf meinen Hogwartsbrief gewartet. Oder auf irgendeinen Brief. Hätte auch anders heißen können. Nach den Filmen kam Pottermore und das war für mich das absolut Coolste! Eingeteilt zu werden, das Ganze durchzuspielen, die Anekdoten von Rowling – einfach nur magisch. Klinge ich wie 12? Ja. Ist mir das egal? Ja!

Das Allerbeste passierte aber, bevor ich anfing zu studieren. Eines Tages kam ich nach Hause und es wartete dort ein Päckchen auf mich. Mit silbernem Geschenkpapier eingepackt lag es dort auf der Treppe und wartete darauf, von mir ausgepackt zu werden. Ich hatte keine Ahnung, von wem es war geschweige denn, was es war, aber ich packte es schnell aus. In dem Päckchen war ein bisschen Stroh (oder halt so Zeugs, das aussieht wie Stroh), eine kleine Stoffeule und ein Brief aus Hogwarts! Es sah aus wie Pergament, zumindest war es dickes, schweres Papier und ein echtes Siegel war darauf! Aus Wachs! Ich habe wirklich gezittert, als ich den Brief aufgemacht habe und alles sah, was darin war. Ein Ticket für den Hogwartsexpress, die Marauder’s Map zum Auffalten mit ganz vielen coolen kleinen Details, eine Einkaufsliste, was ich alles für das erste Schuljahr benötige, eine zweite Marauder’s Map, weil die erste noch nicht cool genug war und endlich der Brief. Ich hatte keine Ahnung, wer sich da so viel Mühe gemacht hatte, alles fein säuberlichst selbst zu schreiben, woher das Papier war, wieso alles so echt aussah und für einen winzigen Moment dachte ich, es wäre wirklich war. (Bis mich meine Vernunft eingeholt hat) Ja, ich habe geheult, um der Frage aus dem Weg zu gehen, ich habe wirklich geheult. Ich wusste gar nicht, von wem das sein könnte und wusste auch nicht, wer von meiner Liebe für die Bücher wusste. Ich bin zwar ein Fan, aber ich renne jetzt nicht überall rum und hab nen Zauberstab dabei – wenn das Thema aufkommt, rede ich gerne darüber, aber das kommt eben selten auf. 😉

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(Wisst ihr, was ich meine?)

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich herausfand, wer mir den Brief geschickt hatte, aber ich glaub es waren tatsächlich mehrere Tage später. Wie ich es herausfand? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil…in der zweiten Marauder’s Map standen dick und fett die Namen von meinen beiden Freundinnen, die das Ganze angefangen haben. Ich glaube sie wissen bis heute nicht, wie dankbar ich dafür bin – und das war nur der Anfang! Wenn jemand daran interessiert ist, zu erfahren, wie es mit allem weiterging, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen. Die eine Freundin ist übrigens auch meine treueste Leserin hier. 😉 Und ja, es ist alles (!) selbstgemacht (auch das Wappen ist selbst gezeichnet, aber meine Freundin ist da etwas zu begabt drin!) – bei Bedarf mache ich die Tage nochmal bessere Bilder. Am meisten freut es mich, dass niemand anders auf dieser Welt diese Sachen hat, die ich habe!
Der Stoffeule geht es übrigens gut. Sie wird in der Kiste aufbewahrt, damit ihr nichts zustößt!

Always.